VSG

VSG ist die Abkürzung für Verbund-Sicherheitsglas.

Vakuumverbund-Verfahren

Die Fügung der einzelnen Bestandteile eines Verbundsicherheitsglases erfolgt in der Regel im Autoklaven. Sollen neben der für den Verbund benötigten Folie zusätzliche Materialien im Scheibenzwischenraum integriert werden, stößt dieser Herstellungsprozess an seine Grenzen. Für solche Anwendungen eignet sich das Vakuumverbund-Verfahren. Mit dieser Methode lassen sich z.B. Edelstahlgewebe, Streckmetalle oder organische Materialien wie Gräser oder Kaffeebohnen in den Scheibenzwischenraum von VSG einfügen.

Zunächst wird der Schichtaufbau vorbereitet und ausgerichtet. Das Paket wird rundum mittels Silikondecken eingepackt und die eingeschlossene Luft mit einem Druck von bis zu 10 Tonnen pro Quadratmeter evakuiert. Dabei wird die zwischen den Schichten eingeschlossene Luft herausgepresst. Anschließend wird der Schichtaufbau in einem Ofen zu Verbundglas laminiert.

VdS

VdS = VdS Schadenverhütung GmbH, Köln; hervorgegeangen aus den Technischen Abteilungen des Verbandes der Sachversicherer (VdS). Die Institution prüft, zertifiziert, informiert und berät.

Verbundglas (VG)

Glas, das aus mindestens zwei Einzelscheiben besteht, die über ein Verbundmaterial (z.B. Gießharz) miteinenader verbunden sind.

Verbundsicherheitsglas (VSG)

Verbundglas, das zusätzliche Sicherheitsanforderungen bezüglich des Splitterabgangs erfüllt, die mit dem Pendelschlagversuch nachgewiesen werden. VSG wird überwiegend mit PVB-Folien hergestellt, aber auch einige Gießharzverbunde und andere transparente Materialien (z.B. aus modifiziertem Polyethylen) eignen sich als Zwischenlagen.

Verbundwirkung

Begriff aus der Statik; im Glasbau beschreibt er die Möglichkeit der Übertragung von Schubspannungen durch Verbundfolien oder Gießharze. Nach deutschen Vorschriften darf keine günstig wirkende Verbundwirkung bei VG oder VSG angesetzt werden.

Versiegelung

Versiegelungen der Randbereiche von Gläsern beim Einbau in Rahmen o.Ä. werden in der Regel mit Silikon vorgenommen.

Vertikalverglasung

Die Technischen Regeln für die Verwendung von linienförmig gelagerten Verglasungen (TRLV) stufen Verglasungen bei einer Neigung von weniger als 10° gegen die Vertikale als Vertikalverglasung ein.

Vierendeelträger

Bei dem Vierendeelträger handelt es sich um ein diagonalenloses Tragelement der Baustatik. Er hat nur horizontale Stäbe und vertikale, zueinander parallele Riegel oder Pfosten, die in den Ecken zu einem steifen Rahmen verbunden sind.

Der Vorteil dieser Konstruktion ist, dass in den Zwischenräumen Öffnungen möglich sind. Ein solcher Träger ähnelt einem Rahmen, der allein durch die Steifigkeit der Stäbe und Riegel tragfähig ist.

Vorspannen

Mit thermischen Verfahren können Gläser vorgespannt werden, d.h. es herrscht ein Eigenspannungszustand mit Druckspannungen an der Glasoberfläche und Zugspannungen im Glasinneren.

 
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