Radarreflexionsdämpfung
Zur Dämpfung des Radarsignals an Fassaden im Bereich von Verkehrsflugplätzen werden radarreflexionsdämpfende Verglasungen verwendet, die mit einer speziellen Beschichtung versehen sind.
Randverbund
Bestandteil einer Isolierverglasung, bei der die Scheiben im Randbereich mit einem speziellen Abstandhalter und Kleb- bzw. Dichtstoffen zusammengefügt werden. Die Abstandhalter bestehen aus Aluminium, Edelstahl oder Kunststoff.
Die Kleb- und Dichtstoffe werden normalerweise in zwei Stufen aufgebracht: Der Abstandhalter wird stirnseitig mit Polyisobutylen mit der Scheibe verklebt und dann wird der Außenbereich des Abstandhalters zwischen den Scheiben von außen mit Polysulfidpolymer (Thiokol) oder Silikon abgedichtet. Randverbünde aus Polysulfidpolymer sind dichter als Randverbünde aus Silikon. Letztere werden aufgrund ihrer hohen Dehnfähigkeit besonders bei Scheiben eingesetzt, bei denen sich der Randverbund planmäßig verformt, z.B. bei zweiseitig gelagerten Scheiben.
Reibverbindung
Fügetechnik aus dem Stahlbau, die in besonderen Fällen auch bei Ganzglaskonstruktionen angewendet werden kann.
Relaxationszeit
Begriff aus der Viskoelastizitästheorie zur Beschreibung des viskoelastischen Materialverhaltens, z.B. von Glas im Glasübergangsbereich.
Resttragfähigkeit
Resttragfähigkeit bezeichnet im Glasbau das Vermögen einer Verglasung, auch nach dem Bruch von Scheiben noch Lasten, zumindest aber das Eigengewicht über einen gewissen Zeitraum abtragen zu können; auch Reststandsicherheit genannt.
Roller-Waves
Beim Vorspannprozess laufen die Gläser unter ständiger Bewegung auf Rollen, die dazu führen, dass der Abkühlprozess nicht vollkommen homogen ist. Hierbei entstehen optisch sichtbare, fleckige Erscheinungen bei thermisch vorgespannten Gläsern unter bestimmten Lichtverhältnissen.