Passivhaus

Beim einem Passivhaus darf der Jahresheizwärmebedarfs nicht mehr als 15 kWh/m² betragen. Das entspricht meist einem Bedarf von ca. 1,5 Liter Heizöl pro qm Wohnfläche im Jahr in Anhängigkeit von der gewählten Anlage.

Pendelschlagversuch

Zur Untersuchung der Widerstandsfähigkeit von VSG und absturzsichernden Verglasungen gegenüber Stoßbelastungen werden Pendelschlagversuche mit einem weichen Stoßkörper durchgeführt. Stoßvorgänge lassen sich heute auch rechnerisch simulieren.

Phonstop

Markenname von Pilkington für Schallschutzgläser.

Photovoltaik

Solarzellen erzeugen elektrischen Strom aus Licht. Der photovoltaische Effekt (photo = Licht, volt = Spannung), beruht darauf, dass das Licht der Sonne in einem Halbleitermaterial eine elektrische Spannung verursacht, die als elektrischer Strom abgenommen werden kann.

Solarmodule zur Montage auf Dachflächen oder an Fassaden bestehen aus miteinander verschalteten Solarzellen, die in einem Rahmen eingefasst und mit einer Glasabdeckung versehen sind. Der erzeugte Solarstrom wird über einen Wechselrichter in das öffentliche Netz der Elektrizitätsversorgung eingespeist. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantiert dem Betreiber einer Photovoltaikanlage die Abnahme und die Vergütung des Stroms durch das örtlich zuständige Energieversorgungsunternehmen.

Polyvinylbutyral (PVB)

PVB wird als Verbundfolie in Verbund-Sicherheitsglas verwendet. Die üblichen Nenndicken der Folie sind 0,38 mm (einfach), 0,76 mm (zweifach), 1,14 mm, 1,52 mm, 2,28 mm.

Profil(bau)glas

Als Profilbauglas wird Gussglas bezeichnet, das in U- bzw. C-Form in Bahnen bis zu 6,00 m Länge bei Stegbreiten von bis zu 500 mm und Flanschhöhen bis 60 mm hergestellt wird. Profilglas ist nicht transparent, aber transluzent.

Piezoelektrizität

Die Änderung der elektrischen Polarisation und das damit verbundene Auftreten einer elektrischen Spannung wird als Piezoelektrizität bezeichnet.

Unterschieden wird zwischen dem direkten und dem inversen piezoelektrischen Effekt. Der direkte piezoelektrische Effekt, auch Piezoeffekt genannt, tritt auf, wenn ein Festkörper z.B. mit Druck versehen und so verformt wird, dass sich elektrisch geladene Bereiche entweder an der Ober- bzw. Unterseite oder an der gegenüberliegenden Seite bilden. Umgekehrt kann durch Anlegen einer elektrischen Spannung und einer daraus resultierenden Ladungsbildung eine Verformung hervorgerufen werden. Dieser Vorgang wird als inverser piezoelektrischer Effekt bezeichnet.

Das Auftreten der piezoelektrischen Ladung bei mechanischer Verformung wird u.a. bei Kraft-, Druck- und Beschleunigungssensoren genutzt.

Pilkington Activ

Markenname von Pilkington für selbstreinigendes Glas.

Planität

Anderer Begriff für Geradheit von Glasscheiben. Die Geradheitstoleranz von handelsüblichen Floatglas (Spiegelglas) beträgt 0,3 % bezogen auf die Kantenlänge für die Dicken 6 mm bis 15 mm. Bei dünnen Gläsern (4 mm und 5 mm) und Gussgläsern sind Toleranzen bis zu 1,0 % üblich. Bei lokalen Verwerfungen bei einer Messlänge von 300 mm muss mit 0,3 mm Abweichung von der Geradheit gerechnet werden.

Plexiglas

Handelsname der Firma Röhm für Acrylglas.

Poisson-Zahl

Andere Bezeichnung für die Querdehnungszahl; bei Glas µ = 0,23.

Polarisator

Bei der Verwendung eines Polarisators kann man Hauptspannungsunterschiede in thermisch vorgespannten Gläsern im Bereich der Kanten, Ecken und Bohrungen durch farbige Streifen sichtbar machen. Für eine qualitative Kontrolle des Glases vor Ort eignen sich auch zwei handelsübliche Polfilter.

Polieren

Beim Polieren von Glaskanten werden die relativ rauhen Oberflächen nach dem Schleifen so bearbeitet, das sich eine glatte, spiegelnde Oberfläche ergibt.

Polyisobutylen

Dichtstoff zwischen Randverbund und Glas bei Isoliergläsern (erste Dichtstufe).

Polysulfidpolymer

Polysulfidpolymer (Thiokol) wird als zweite Dichtsufe bei Isoliergläsern zur Ausfüllung des äußeren Randverbundes verwendet (schwarz).

Polyurethan

Polyurethane (Abk. PU oder PUR) sind Kunststoffe oder Kunstharze, die aus einer Polyadditionsreaktion entstehen. Im Jahre 1937 vom Chemiker Otto Bayer entwickelt, sind Polyurethane seit 1941 im Handel. Je nach Anforderung können sie mit unterschiedlichen mechanischen Eigenschaften hergestellt werden: hart und spröde, aber auch weich und elastisch. In aufgeschäumter Form findet Polyurethan als dauerelastischer Weichschaum beispielsweise für Sportschuhsohlen Verwendung oder als weicher Schaumstoff in der Möbelindustrie für Matratzen oder Polster. Harte Schaumstoffe lassen sich zu Dämmplatten und Isoliermaterial verarbeiten.

Bei Isolierglas kann Polyurethan bei der Abdichtung des Randverbundes als Alternative zu Polysulfidpolymer verwendet  werden.

Pummeltest

Beim Pummeltest wird die Haftung gebrochener Glasstücke an einer Verbundfolie (z.B. PVB-Folie ) untersucht, somit wird die Qualität und Sicherheit von Verbundgläsern geprüft. (Aus dem Englischen von to pummel = schlagen).

Punkthalter

Glashalter, der nur lokal in Bohrungen und durch seitliche Klemmung angeordnet wird.

Pyran

Markenname der Schott AG für Borosilicatglas.

Pyrolytische Beschichtung

Die pyrolytische Beschichtung wird während des Herstellungsprozesses des Glases als sehr dünne metalloxidische Schicht auf die Scheibe aufgebracht.

So behandelte Scheiben lassen kurzwellige Strahlung hindurch und reflektieren die langwellige Infrarotstrahlung. Der U-Wert einer Einfachscheibe wird um die Hälfte gesenkt. Die Beschichtung wird sowohl für Wärmeschutz- als auch für Sonnenschutzgläser verwendet. Außerdem haben die Scheiben, die im Hard-Coating Verfahren (Online-Verfahren) beschichtet sind eine kratzresistente Oberfläche.

 
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