Magnetron-Sputter-Verfahren

Das Magnetron-Sputter-Verfahren, auch Kathodenstrahlverfahren genannt, ist ein physika­lischer Beschichtungsprozess für sogenannte Soft-coatings. Dabei handelt es sich um Beschichtungen, die nach der Glasherstellung aufgebracht werden. Dies können beispielsweise Metalloxide für die Herstellung von Low-E-Glas sein.

Aufgebracht werden die Beschichtungen im Hochvakuum einer Magnetronanlage, wobei einseitig nacheinander mehrere Schichten aufgesputtert werden (to sputter = zerstäuben).

Makrolon

Handelsname von Röhm für Polycarbonat.

Maßgeschliffene Kante

Durch einen Maßschliff werden die beim Schneiden gebrochenen Ränder der Scheibe exakt auf das erforderliche Einbaumaß gebracht, um Fertigungstoleranzen auszugleichen.

Membraneffekt

Statischer Effekt bei vierseitig gelagerten Platten, die senkrecht zur ihrer Fläche flächig belastet werden (z.B. durch Wind) und die sich dabei deutlich mehr als die eigene Dicke verformen.
Die Annahmen der linearen Plattentheorie treffen dann nicht mehr zu; die Platte kann bei geometrisch nichtlinearer Berechnung deutlich höhere Lasten aufnehmen und die Verformungen sind deutlich kleiner. Zur Ausbildung eines Membraneffektes muss das Seitenverhältnis der Platte erheblich unter 3:1 liegen, da sich sonst ein einachsiger Lastabtrag ausbildet.

Mittlerer Durchlassfaktor

Der b-Faktor wird auch mittlerer Durchlassfaktor genannt.

Modellscheibe

Modellscheiben werden Scheiben genannt, die kein Standardmaß mit Standardwinkeln aufweisen, sondern eine spezielle Geometrie aufweisen, die für die Herstellung exakt angegeben werden muss.

Morphologic Active Radiation (MAR)

Gewöhnliche Zwischenschichten in Verbundsicherheitsglas bestehen aus Polyvinylbutyral (PVB). Dieses ist mit einem UV-Sperrfilter ausgestattet, der die Folien vor dem Vergilben und zugleich Einrichtungsgegenstände vor dem Ausbleichen schützt. In Gewächshäusern oder in Überkopfbereichen von z.B. bepflanzten Atrien verhindert der UV-Filter jedoch die Photosynthese der Pflanzen, da er den Spektralbereich der Sonneneinstrahlung unterhalb von 380 nm ausschließt. Erst die Betrachtung der MAR (Morphologic Active Radiation; pflanzenwirksames Licht von 280 bis ca. 2.800 nm) führt zu dem Ergebnis, dass auch die UV-Strahlung essenziell für das gesunde Pflanzenwachstum ist.

Für Gewächshäuser oder Wintergärten können also nur Gläser mit einer für die Pflanzen ausreichenden MAR-Transparenz verwendet werden. Neben der UV-Durchlässigkeit ist auch die Ausrichtung und der Neigungswinkel des eingebauten Glases sowie der tägliche Verlauf des Sonnenstandes, also der Einfallswinkel der Strahlung auf das Glas, von Bedeutung.

 
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