
Bach’sche Plattenformel
Auf der lineare Plattentheorie basierende, einfache Formeln zur Bestimmung von Spannungen und Durchbiegungen von Platten unter Biegebeanspruchung per Handrechnung.
Bagatellgrenze
Beschreibung von Konstruktionsarten, für die keine speziellen Genehmigungen oder Nachweise erforderlich sind, z.B. für einfache Vordächer.
Ballwurfsicherheit
Gemäß DIN 18032-3 müssen Bauelemente, die in Sporthallen zum Einsatz kommen und zu denen u.a. Wand- und Deckenverkleidungen sowie Verglasungen gehören, auf ihre Ballwurfsicherheit geprüft werden. Zu diesem Zweck werden mit einem Ballschussgerät zwei Arten von Bällen (Handball und Hockeyball) unter einem Winkel von 45° oder 90° auf das jeweilige Bauelement geschossen. Weder das Element selbst, noch die Unterkonstruktion dürfen dabei in Festigkeit, Funktion oder Sicherheit beeinträchtigt werden. Die Norm gilt nicht für die Beanspruchung durch Stoßkugeln und Stoßbälle.
Bauglas
Oberbegriff für im Bauwesen verwendete Gläser; wird auch als Abkürzung von Profilbauglas verwendet.
Bauregelliste
Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt), Berlin, macht im Einvernehmen mit den obersten Bauaufsichtsbehörden der Länder für die Bauprodukte und Bauarten in der Bauregelliste die technischen Regeln bekannt, die zur Erfüllung der in den Landesbauordnungen und in den auf Grund der Landesbauordnungen erlassenen Gesetzen und Verordnungen an bauliche Anlagen gestellten Anforderungen zu beachten sind.
Die Bauregelliste hat verschiedene Teile mit unterschiedlichen Regelungsbereichen und unterliegt ständiger Fortschreibung.
Bauteilversuch
Experimentelle Untersuchung, bei der das gesamte einzubauende Bauteil in Originalgröße belastet wird.
Bedrucken von Glas
Bedrucken von Glas ist eine andere Bezeichnung für das Emaillieren von Glas.
Begehbare Verglasungen
Begehbare Verglasungen sind Konstruktionen, die planmäßig durch Personenverkehr belastet werden, z.B. Treppen, Podeste oder Laufstege.
Beizen von Glas
Auftragende Färbung von Hohlglas mit Silber- oder Kupferverbindungen und Kaolin oder Ocker.
Bemessung
Rechenverfahren zur Bestimmung der erforderlichen Abmessung, Dicke und Glasart einer Konstruktion.
Beschichtung
Wärme- und Sonnenschutzgläser werden beschichtet um bestimmte bauphysikalische Eigenschaften zu erzielen und die Emissivität der Glasoberfläche stark zu reduzieren. Man unterscheidet sie oft nach dem Herstellverfahren in so genannte soft coatings und hard coatings. Soft coatings werden nach dem Floatprozess aufgebracht, meistens unter Vakuum im so genannten Magnetron-Sputter-Verfahren. Hard coatings werden noch während des Floatprozesses aufgebracht.
Betonglas
Fertigteile aus Glasbausteinen, Beton und Betonstahl, z.B. zur Abdeckung von Lichtschächten.
Betretbare Verglasungen
Gläser, die nur zeitweise von geschultem Personal zu Reinigungszwecken betreten werden dürfen, gelten als betretbare Verglasungen.
Bewertetes Schalldämm-Maß Rw
Das Schalldämmmaß R eines Bauteils ist von der Frequenz des Schalls abhängig, wobei sich der bauakustische Bereich von 100 Hz bis 3150 Hz erstreckt. Mit R wird das 10-fache logarithmische Verhältnis von der auf das Bauteil auftreffenden Schalleistung zur vom Bauteil abgegebenen Schalleistung angegeben.
Biegefestigkeit
Die Biegefestigkeit von Glas wird auch als Biegezugfestigkeit bezeichnet, da ein Überschreiten der maximalen Hauptzugspannungen zum Bruch des Glases führt.
Bleiverglasung
Bei Bleiverglasungen werden die meist farbigen Gläser oder Butzenscheiben direkt in Blei eingefasst.
Bohrungen
Bohrungen werden in Glas meist zur Befestigung von Glashaltern oder anderen Befestigungselementen vorgenommen.
Borosilikatglas
Bei Borosilikatglas (oder Borosilicatglas) handelt es sich um ein spezielles Glas mit sehr geringem Wärmeausdehnungkoeffizienten. Da die Temperaturwechselbeständigkeit von Floatglas aus Borosilikatglas wesentlich höher ist als die des handelsüblichen Kalk-Natron-Silikatglases, wird es im Bauwesen bevorzugt bei Brandschutzverglasungen verwendet.
Brandschutzverglasungen
Brandschutzverglasungen werden in solche Verglasungen eingeteilt, die für einen bestimmten Zeitraum weder Hitze noch Flammen noch Brandgas hindurchlassen (F-Verglasungen) und solche, die nur Flammen und Brandgas abhalten (G-Verglasungen).
Brechungsindex
Der mittlere Brechungsindex von handelsüblichem Kalk-Natron-Silikatglas im sichtbaren Bereich (380 - 780 nm) beträgt 1,5.
Bruchbild
Burchbilder von Glas haben häufig ein charakteristisches Merkmal, an dem sich die Bruchursache feststellen lässt.
Bruchzähigkeit
Die Bruch- oder Risszähigkeit eines Werkstoffs beschreibt dessen Beständigkeit gegen das Bruchfortschreiten durch Zugspannung. Dabei handelt es sich um einen Kennwert, der experimentell ermittelt wird und auch als „kritischer Spannungsintensitätsfaktor" bekannt ist. Bei Überschreitung dieses Wertes kommt es zum nahezu schlagartigen Bruch.
Brüstungen
Glasbrüstungen dienen in der Regel als absurzsichernde Verglasungen und müssen entsprechend der Technischen Regeln für die Verwendung von absturzsichernden Verglasungen (TRAV) bemessen werden.
Butyldichtung
Eine Butyldichtung ist eine Randabdichtung von Isoliergläsern.
b-Faktor
Der "mittlere Durchlassfaktor b", auch "Shading coefficient" genannt, wird zur Berechnung der Kühllast benötigt.
Der b-Faktor ist nach VDI 2078, Ausgabe Juli 1996, das Verhältnis aus g-Wert der jeweiligen Verglasung und dem g-Wert eines Zweischeiben-Normalglasfensters.
Der g-Wert dieses Zweischeiben-Normalglasfensters wird als Konstante mit 80 % angesetzt. Bei Einfachglas beträgt die Konstante 87 %.
